07. Januar 2016

gallasch

Gallasch (FDP): Landrat nicht für seine kritischen Anmerkungen
zum Umgang mit der Flüchtlingskrise mundtot machen

Herr Lucha (Grüne) versucht als Mitglied des Landtages und des Kreistages den
seit wenigen Monaten im Amt befindlichen Landrat Sievers zu beschädigen.
Landrat Sievers hatte angesichts der Tatsache, dass wir bereits gezwungen sind,
asylsuchende Menschen in Hallen unterzubringen, richtigerweise darauf
hingewiesen, dass das Jahr 2016 nicht so weitergehen darf wie das vergangene
Jahr. Daraufhin hat Herr Lucha den Landrat als „zu konservativ und zu
technokratisch“ und als Unruhestifter bezeichnet.

Dem entgegnet der Sprecher der FDP im Kreistag Daniel Gallasch: „Diese
Aussage Luchas ist ganz nach dem Motto, hast du nicht meine Gesinnung, dann
diffamiere ich dich und mache dich mundtot! Es ist eine Tatsache, dass die
Kommunen seit einigen Monaten auch Sporthallen belegen müssen, um die
Menschen unterzubringen. Der Sportunterricht funktioniert an einigen Stellen nur
noch durch die hervorragende und im Übrigen freiwillige Zusammenarbeit mit
den Städten und Gemeinden. Weiter ist es eine Tatsache, dass das Land dem
Landkreis Ravensburg vor kurzem viele Personen zur Unterbringung zugeteilt
hat, die trotz teilweise vierwöchiger Unterbringung durch das Land noch nicht
registriert waren.“ „Dass die Registrierung so spät durch Mitarbeiter des
Landratsamtes und von Kommunen vorgenommen werden musste, zeugt von
der Überforderung der von der Partei Luchas geführten Landesregierung“, so
Gallasch.

„Wenn der Landrat berechtigterweise auf kritische Punkte zum Thema Asyl
hinweist, dann darf und soll er das auch sagen. Vor allem auch dann, wenn der
Landkreis als Kommune an vielen Stellen der Reparaturbetrieb für das Versagen
der Landespolitik ist. Ich persönlich finde, er ist dazu verpflichtet“, erklärte
Gallasch.

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